ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

derweg GesbR

Kompetenznetzwerk für Mitarbeiterentwicklung

Bürgerstraße 26

A-6020 Innsbruck

 

Stand 18.12.2020

1) Präambeln

Coaching ist ein interaktiver personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess im beruflichen Kontext der zeitlich begrenzt und thematisch (zielorientiert) definiert ist. Die individuelle Beratung von einzelnen Personen, Gruppen oder Teams richtet sich auf fachlich-sachliche und/oder psychologisch-soziodynamische Fragen bzw. Problemstellungen, die sich vordergründig auf die Arbeitswelt beziehen, jedoch auch ganzheitliche Fragestellungen berühren können. Obwohl sich das Coaching vieler ursprünglich psychotherapeutischer Methoden bedient, wird bereits vorab darauf hingewiesen, dass der oben ausgeführte Beratungs- und Begleitungsprozess nicht mit einer psychologischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung im herkömmlichen medizinischen Sinne gleichzusetzen ist. Im Falle einer medizinischen Notwendigkeit ist daher eine fachlich, hierfür qualifizierte Stelle bzw. ein Therapeut separat zu konsultieren. Um im Rahmen des Coachingprozesses bestmögliche Erfolge gewährleisten zu können stellt gegenseitige Offenheit in den der Verschwiegenheit unterliegenden Coachingeinheiten eine absolute Grundvoraussetzung dar. Jedenfalls aber wird festgehalten, dass die diesem Vertrag zu Grunde liegenden Coachings keine medizinischen bzw. psychotherapeutischen Behandlungen jeglicher Art darstellen.

 

2) Abschluss des Beratungsvertrages

Sämtliche vertragsrechtlichen Bindungen aus dem Coachingauftrag entfalten ihre Wirksamkeit lediglich zwischen dem Auftragnehmer (in Folge kurz Coach) und dem Auftraggeber (zB Arbeitgeber). Dritte, wie beispielsweise Arbeitnehmer, welche durch den abgeschlossenen Auftrag in den Prozess miteingebunden werden (in Folge kurz Coachees), stehen in keinerlei vertraglichem Verhältnis zu dem die Leistung erbringenden Coach.

 

3) Stellvertretung

Sämtliche vertraglich vereinbarten Leistungen des Coaches werden von diesem persönlich erbracht. Leistungserbringung im Wege der Stellvertretung erfolgt lediglich nach Herstellung ausdrücklichem Einvernehmens mit dem Auftraggeber.

 

4) Weitergabe personenbezogener Daten

Die Weitergabe personenbezogener Daten gemäß DSGVO sowie sonstiger Daten und Aufzeichnungen, welche im Rahmen des Coachingprozesses erstellt werden, richtet sich nach der Vereinbarung des Auftraggebers mit den die Leistung in Anspruch nehmenden Coachees. Der Umfang der zur Weitergabe bestimmten Daten richtet sich ebenfalls nach ebendieser Vereinbarung und wird im Coachingvertrag schriftlich niedergelegt. Eine Haftung des Coaches für die Übermittlung oben ausgeführter Daten in ebendiesem Umfang wird daher ausgeschlossen. Gegenüber Dritten, welche von den vertraglichen Bindungen des Coachingauftrages nicht erfasst sind, besteht eine umfassende Verpflichtung zur Verschwiegenheit auf Seiten des Coaches hinsichtlich aller im Verlauf des Beratungsprozesses erfassten Aufzeichnungen und kann dieser hiervon nur entbunden werden, wenn sowohl Auftraggeber als auch die Person, deren Aufzeichnungen thematisiert werden, ausdrücklich zustimmen.

 

5) Honorar

Grundsätzlich erbringt der Coach Leistungen entsprechend der Bestimmungen des Coachingauftrages und gebührt ihm das festgelegte Honorar, wobei die auf dieses anfallende Umsatzsteuer separat ausgewiesen wird. Sofern nach Beginn der Leistungserbringung voraussichtlich ein Mehraufwand auf Seiten des Coaches zu erwarten ist, erfolgt dessen Verrechnung mit ausdrücklicher Zustimmung mit dem Aufraggeber. Ausdrücklich vom Leistungsumfang nicht umfasst sind Nebenkosten (Reisekosten, Anmietung von Räumlichkeiten bei Gruppencoachings, Übernachtung und Verpflegung etc.) und werden diese gesondert verrechnet. Die Tragung dieser Kosten durch den Coach bedarf gegebenenfalls einem gesonderten Ausweis im Coachingauftrag.

 

6) Leistung und Übernahme

Eine Leistungsverpflichtung durch den Coach besteht erst zu jenem Zeitpunkt, zu dem auch der Auftraggeber sämtlichen seiner sich aus dem Auftrag ergebenden Verpflichtungen nachgekommen ist (Zug um Zug). Gerät der Auftraggeber oder auch ein durch den Auftrag begünstigter Dritter (Coachee) in Annahmeverzug, wird also beispielsweise ein vereinbarter, zeitlich fixierter Termin nicht wahrgenommen so gebührt dem Coach hierfür das volle Honorar.

Der jeweilige Leistungsort bestimmt sich nach den aus dem Coachingauftrag ersichtlichen Vereinbarungen. Im Zweifelsfall gilt der Ort der beruflichen Niederlassung des Coaches als vereinbarter Leistungsort.

 

7) Storno

Soll ein Teil der vertraglichen vereinbarten Leistungen aus vom Auftraggeber zu vertretenden Gründen nach Auftragsvergabe nicht erbracht werden, so gebührt das vereinbarte Honorar abzüglich der hierdurch ersparten Aufwendungen, wobei dessen Schmälerung mit 30% des im Auftrag ausgewiesenen Gesamtbetrages gedeckelt ist. Dies setzt voraus, dass die Stornierung dem Coach zum Zwecke der Planungssicherheit 2 Tage vor Leistungserbringung und sohin rechtzeitig bekanntgegeben wurde.

 

8) Elektronische Rechnungslegung

Der Auftragnehmer/Coach ist berechtigt, die Rechnungslegung auch in elektronischer Form vorzunehmen. Der Auftraggeber erklärt sich mit der Zusendung dieser Rechnungen in elektronischer Form ausdrücklich einverstanden und verpflichtet sich, Änderungen der Zustelladresse während aufrechtem Vertragsverhältnis umgehend bekanntzugeben.

 

9) Schutz geistigen Eigentums

Die Urheberrechte an den vom Auftragnehmer/Coach geschaffenen Werken verbleiben bei diesem. Sie dürfen vom Auftraggeber während der Zeit des Vertragsverhältnisses und sowie nach dessen Beendigung ausschließlich für vom Vertrag umfasste Zwecke verwendet werden. Der Auftraggeber ist insofern nicht berechtigt eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Werkes ohne die ausdrücklich sowie schriftlich erteilte Zustimmung des Coaches vorzunehmen und entsteht durch die unberechtigte Vornahme dieser Handlungen jedenfalls keine Haftung des Coaches -insbesondere hinsichtlich der Richtigkeit des Werkes- gegenüber Dritten.

 

10) Vertragsdauer

Die Dauer des Auftrages ergibt sich aus der vertraglichen Vereinbarung. Eine einseitige Lösung des Vertragsverhältnisses aus wichtigen Gründen bleibt den Parteien vorbehalten. Hiervon erfasst sind beispielsweise beharrliche Verweigerungen der Hauptleistungspflichten (Honorierung, Beratungsprozess etc.)

 

11) Schlussbestimmungen

Die Vertragsparteien bestätigen, sämtliche Angaben im Coachingauftrag pflichtgetreu wahrheitsgemäß gemacht zu haben und Änderungen desselben umgehend wechselseitig bekanntzugeben.

Sollten einzelne Bestimmungen der vorliegenden allgemeinen Geschäftsbedingungen ungültig sein so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. Der Coach behält sich ausdrücklich das Recht zur zivilrechtlichen Verfolgung von Verletzungen des Coachingauftrages unter Zugrundelegung der gegenständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor.

Auf den Vertrag ist österreichisches Recht anwendbar. Für etwaige Streitigkeiten aus dem Vertrag wird 6020 Innsbruck als Gerichtsstand vereinbart.

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